Einfamilienhaus in Heilbronn

„Eine Sanierung ist zu kostspielig!“ Dieses ernüchternde Ergebnis bewegte die
Bauherrschaft dazu, das um die Jahrhundertwende erbaute Wohnhaus abzu-
reißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Übrig geblieben ist allein das Stra-
ßenschild, das der Bauherr eigenhändig in Verwahrung nahm, um es zu gege-
bener Zeit wieder an der neuen Fassade anbringen zu können. Nach dem
Wunsch der Auftraggeber, sollte an diesem Ort ein architektonisch zeitlos, mo-
dernes Einfamilienhaus im Villenstil mit heller, freundlicher und offener Struktur
entstehen.

Die Außenmaße wurden zuerst definiert, anschließend erfolgte nach der Be-
stimmung der unterschiedlichen Raumhöhen die millimetergenaue Einteilung
der Fenster hinsichtlich Größe, Lage, Sprosseneinteilung sowie Öffnungsmög-
lichkeiten. Der repräsentative Eingangsbereich mit Jugendstilfliesen ist durch
einen Vorbau ähnlich einem klassischen Portikus von der Hauptfassade abge-
setzt. Die großzügige Eingangshalle wird durch ein großes Glaselement natür-
lich belichtet. Von hier aus gelangt man in einen offenen Wohn-, Koch- und
Essbereich mit viel Platz für ein anspruchsvolles Wohnambiente. Hell und licht-
durchflutet profitiert dieser Ort von der Raumhöhe, die mit 2,80 m im Lichten ei-
nem Altbaucharakter gleich kommt. Mit einer Schiebetür können Wohnen und
Essen voneinander getrennt werden. Davor befindet sich beinahe über die ge-
samte Gebäudebreite die großzügige Terrasse mit herrlichem Blick in den Gar-
ten. Von hier aus gelangt man über eine Außentreppe in den auf UG-Niveau
befindlichen Tiefhof. Der dahinterliegende Hobby- und Gästeraum wird dadurch
ausreichend mit Tageslicht versorgt und gewinnt an Aufenthaltsqualität. Das
Obergeschoss beherbergt das Schlafzimmer gefolgt von einem Ankleidevor-
raum und dem Bad. Am breiten Flurende, dessen Fläche als Bibliothek genutzt
wird, befindet sich das Kinderzimmer.

Der Villenstil wird durch die Verwendung von Klappläden, Kassettentüren und
einer großzügigen Treppe mit gemauerter Brüstung unterstrichen.